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Ziel und Design der Studie.

In Ulm und Umgebung werden Personen ab einem Alter von 65 Jahren eingeladen, an einem 14-tägigen Vorhofflimmer-Screening-Programm mit der App Preventicus Heartbeats teilzunehmen. In diesem Zeitraum nehmen die Teilnehmer zweimal täglich sowie immer bei gespürtem Herzstolpern eine Messung vor. Teilnehmern, bei denen die App ein positives Screening-Ergebnis liefert und bei denen bisher noch kein Vorhofflimmern bekannt war, wird angeboten, sich an einen der teilnehmenden lokalen Kardiologen zu wenden, um zur Bestätigung des Vorhofflimmerns mit einem kostenfreien Langzeit-EKG über 14 Tage versorgt zu werden. Nach der Diagnosestellung eines Vorhofflimmerns erfolgt, falls notwendig, eine weitere Diagnostik und Therapie im Rahmen der Regelversorgung.

Es handelt sich um eine Untersucher-initiierte, prospektive, nicht randomisierte zweiteilige Registerstudie. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. führt die Studie und deren Auswertung unabhängig durch. Die Nutzung der App Preventicus Heartbeats sowie die 14-Tage Event-EKGs der Firma GETEMED werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Studienzentren erhalten keine Aufwandsentschädigung. Die Firma Daiichi Sankyo Deutschland unterstützt die Ulmer Herzrhythmuswoche durch finanzielle Mittel für die Durchführung der Studie und praktische Hilfe bei der Rekrutierung von Studienteilnehmern.

Screening per Smartphone App.

Die deutsche Firma Preventicus GmbH hat eine einfach zu handhabende Smartphone-Technologie für das Screening von Vorhofflimmern entwickelt: die App Preventicus Heartbeats, die sowohl mit Smartphones mit iOS als auch Android Betriebssystem kompatibel ist. Die CE-zertifizierte und patentierte Technologie nutzt das LED Licht und die Kamera des Smartphones ohne weitere Zusatzgeräte. Die Kamera dient dabei als photoplethysmographischer (PPG) Sensor. Photoplethysmographie ist eine Untersuchungsmethode, die sich die Lichtreflexion des roten Blutfarbstoffs zunutze macht.  Der Anwender positioniert die Kameralinse für eine Minute auf seiner Fingerspitze, um eine Pulskurve aufzunehmen. Aus dieser Pulskurve analysiert die App mit Hilfe von Algorithmen den Herzrhythmus. Klinische Studien haben bereits gezeigt, dass die App in der Lage ist, Vorhofflimmern zuverlässig zu erkennen. Weitere Informationen finden Sie unter: Preventicus Studien.

Zweimal eine Minute am Tag, die hat doch jeder!

Sabine Postel, Schauspielerin und Botschafterin „RhythmusLeben“
Preventicus hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Krankenkassen das erste digitale Versorgungsprogramm zur Vorhofflimmer-Detektion und Schlaganfallprävention konzipiert: das Programm „RhythmusLeben“. Es beinhaltet ein Vorhofflimmer-Screening und eine Vorhofflimmer-Diagnostik bei positivem Screening-Ergebnis. Die Ulmer Herzrhythmuswoche fußt auf diesem Versorgungskonzept „RhythmusLeben“. Sabine Postel erklärt warum Schlagnanfallprävention wichtig ist und wie einfach es mit der App Preventicus Heartbeats funktioniert.

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Hintergrund­informationen. Volkskrankheit Vorhofflimmern.

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte. In Deutschland leiden fast 1,8 Millionen überwiegend ältere Menschen an Vorhofflimmern. Da die Bevölkerung immer älter wird und Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes zunehmen, wird die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen.

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche. Um solche Folgekrankheiten zu verhindern, erhalten die Betroffenen in der Regel eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten.

Frühzeitige Erkennung verhindert Komplikationen.

Viele Patienten haben jedoch Vorhofflimmern, ohne es zu wissen. Sie spüren keinerlei Symptome, so dass die Rhythmusstörung lange Zeit unbemerkt bleibt und keine gerinnungshemmende Behandlung erfolgt. Etwa 30 Prozent aller Schlaganfälle gehen auf unerkanntes Vorhofflimmern zurück. Eine frühere Erkennung von Vorhofflimmern würde die Einleitung einer gerinnungshemmenden Therapie erlauben und könnte das Schlaganfallrisiko erheblich senken.

Fachleute empfehlen daher, bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen gezielt nach Vorhofflimmern zu suchen (sogenanntes Screening).  Aktuelle digitale Technologien ermöglichen ein einfaches und effektives Vorhofflimmer-Screening mit dem Smartphone, das auch bei der App Preventicus Heartbeats genutzt wird.

Messen. Dokumentieren. Verifizieren. Handeln.

Mit der App Preventicus Heartbeats erfassen und dokumentieren Sie Ihren Herzrhythmus einfach per Smartphone-Kamera, ohne weiteres Zubehör und in nur einer Minute. Wichtig dabei ist die regelmäßige Anwendung: Zwei Wochen lang zweimal täglich, sowie immer bei gefühltem Herzstolpern.

Im Anschluss an Ihre Messung erhalten Sie eine präzise Analyse und einen aussagekräftigen PDF-Report. Sie können darin Herzschlag für Herzschlag sehen und das Ergebnis nachvollziehen. Wurde bei Ihnen bisher kein Vorhofflimmern diagnostiziert und ist das Ergebnis von Preventicus Heartbeats auffällig (äußerst unregelmäßiger Puls, d.h. absolute Arrhythmie mit Verdacht auf Vorhofflimmern), kontrollieren Spezialisten in einem Telecare Center automatisch die Messung. Wenn diese technisch in Ordnung ist und eventuelle Falschmessungen und Artefakte ausgeschlossen werden, wird Ihnen in der App angezeigt, welche Kardiologen in Ihrer Nähe eine weitere diagnostische Abklärung übernehmen. Dies erfolgt  mit einem „EKG-Pflaster“, welches  bis zu 14 Tagen getragen wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, gibt  es verschiedene therapeutische (oft medikamentöse) Optionen, die das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Diese Empfehlungen bekommen Sie zur Besprechung und in Kooperation mit Ihrem regulären Arzt.

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Studiendurch­führung und Studienleitung.

Die Studie wird durchgeführt vom Kompetenznetz Vorhofflimmern e. V. (AFNET, Mendelstr. 11, 48149 Münster), unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Ralf Birkemeyer (Herzklinik Ulm, ÜBAG Dr. Haerer und Partner, Magirustr. 49, 89077 Ulm).

AFNET ist ein interdisziplinäres Forschungsnetz, in dem Wissenschaftler und Ärzte aus Kliniken und dem niedergelassenen Bereich europaweit zusammenarbeiten.

Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V.
Geschäftsführerin Dr. Doreen Haase
Mendelstraße 11
48149 Münster

Tel.: 0251 9801330
info[at]kompetenznetz-vorhofflimmern.de

Initiatoren der Ulmer Herz­rhythmus­woche.

Arbeitsgemeinschaft Vorhofflimmer-Screening Ulm
KOMPETENZNETZ
VORHOFFLIMMERN E. V.

Unterstützer.

Wir danken allen Unterstützer, die dieses Projekt für Ulm ermöglichen. Es handelt sich um eine Untersucher-initiierte, prospektive, nicht randomisierte zweiteilige Registerstudie. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. führt die Studie und deren Auswertung unabhängig durch.

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